Die Natur wurde zum Klassenzimmer: Im Rahmen des Projekts „Lernen für die Zukunft auf der Streuobstwiese“ erkundeten rund 250 Schülerinnen und Schüler der Nikolaus-Schule Bornheim von März bis Juni 2026 einen wertvollen Lebensraum ganz in ihrer Nähe.

Jede Klasse verbrachte vier Stunden auf einer Streuobstwiese in fußläufiger Entfernung zur Schule. Begleitet wurden die Kinder von einem Naturerlebnispädagogen und Streuobstwiesen-Experten des Vereins Querwaldein e. V. Gemeinsam gingen sie auf Entdeckungstour und erforschten die Natur mit allen Sinnen.

Im Mittelpunkt standen praktische Erfahrungen und eigenes Ausprobieren. Die Schülerinnen und Schüler beobachteten Tiere und Pflanzen, suchten nach Insekten im Gras und lernten, wie verschiedene Arten in einem Ökosystem zusammenleben. Spielerische Aufgaben und kleine Forschungsaufträge machten die Natur unmittelbar erlebbar und weckten die Neugier der Kinder.

Dabei wurde deutlich, dass Themen wie Biodiversität und Klimaschutz nicht nur globale Herausforderungen sind, sondern auch den Alltag jedes Einzelnen betreffen. In gemeinsamen Gesprächsrunden überlegten die Kinder, wie Lebensräume geschützt werden können und welchen Beitrag sie selbst zum Erhalt der Natur leisten können.

Das Projekt war jedoch nicht nur auf die Schülerinnen und Schüler ausgerichtet. Auch das Kollegium wurde eingebunden, um die Streuobstwiese langfristig als Lernort zu nutzen. In einer Projektvorstellung erhielten die Lehrkräfte Informationen zu Organisation, Sicherheit und didaktischen Möglichkeiten. Zudem wurden Anregungen gegeben, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung dauerhaft im Unterricht verankert werden kann.

Die Streuobstwiese soll auch künftig ein fester Bestandteil des Schullebens bleiben. Geplant sind weitere Naturbeobachtungen, Artenprojekte und praktische Naturschutzaktionen. So entsteht ein nachhaltiger Lernort, der Kindern die Bedeutung von Natur- und Artenschutz unmittelbar vermittelt.