Die Victor Rolff Stiftung steht Projekten nicht nur fördernd zur Seite, sie gibt Kunst auch Raum und Stimme. Mit dem literarischen Salon „Burggeflüster“ stellen sie am Stiftungssitz Burg Gladbach Autoren und Autorinnen in Lesung und Gespräch vor. 

In loser Folge vermittelt „Burggeflüster“ literarische Blicke auf die Welt, um neue Perspektiven zu eröffnen.

Vorherige Anmeldung ausschließlich über das Buchungssystem erforderlich.

Zum Vortrag:

Kann man als Künstler die Welt verändern? Wie kann man mit Öl auf Leinwand politische Bilder malen? Franz Wilhelm Seiwert war einer der Künstler, die sich vor 100 Jahren als lose Gruppe „Kölner Progressive“ zusammenschlossen, um gegen den aufkommenden Faschismus und für eine gerechte Welt ohne Ausbeutung zu kämpfen. 

Seiwert setzte seine marxistischen und auch christlichen Überzeugungen prägnant ins Bild. Er baute ein Netzwerk internationaler Künstler auf, deren Mitglieder die Funktion von Kunst in einer kapitalistischen Gesellschaft diskutierte. Die Aktualität der „Kölner Progressiven“ ist faszinierend, und auch internationale Museen interessieren sich zunehmend für die „Progressiven“ aus Köln.

Im Vortrag werden Bilder gezeigt vom Kreis um Seiwert: von Heinrich Hoerle und Gerd Arntz, sowie von Jankel Adler, Angelika Hoerle, Elfriede Stegemeyer und anderen, auch internationalen Positionen. 

Zur Referentin:

Rita Kersting, stellvertretende Direktorin am Museum Ludwig in Köln, organisierte in den vergangenen Jahren Ausstellungen mit Gabriele Münter, Nil Yalter, Gerhard Richter, Isamu Noguchi, Francis Alÿs sowie zur früher so genannten Russischen Avantgarde und zur Moderne in der Ukraine.