Die Victor Rolff Stiftung geht wieder auf Spurensuche. In loser Folge berichten Experten und Expertinnen von Spuren, die bedeutende Persönlichkeiten in Kunst und Kultur der Region hinterlassen haben und damit ihr kulturelles Profil prägten. 

Am 29. September stellen der Musikwissenschaftler Dr. Ralph Paland und Bettina Zimmermann, die Tochter des Komponisten, den Komponisten Bernd Alois Zimmermann vor.

Beginn: 19:30 Uhr    Einlass: 19:00 Uhr

Vorherige Anmeldung ausschließlich über das Buchungssystem erforderlich.

Zum Vortrag

Bernd Alois Zimmermann wurde in Bliesheim geboren und starb 1970 in Frechen. Er war einer der herausragenden deutschen Komponisten der Avantgarde und wegweisend in der Geschichte der Neuen Musik. Sein umfangreiches Schaffen umfasst Solo- und Kammermusik, Orchesterwerke, aber auch Film- und Hörspielmusik sowie abendfüllende multimediale Werke wie die epochemachende Oper „Die Soldaten“ und das „Requiem für einen jungen Dichter“. Immer wieder spiegeln sich darin auch Zimmermanns Erfahrung des Zweiten Weltkrieg und der Nachkriegskultur sowie seine Auseinandersetzung mit Literatur, Philosophie und Theologie.

Anhand von Musikbeispielen, Bildern und Filmausschnitten führt der Musikwissenschaftler Dr. Ralph Paland in Zimmermanns Leben und Werk ein. Dabei gibt es immer wieder Gelegenheit zum Gespräch. Dazwischen liest Bettina Zimmermann, die Tochter des Komponisten, Auszüge aus ihrem Band „con tutta forza“, in denen die Zeitumstände sowie die inneren und äußeren Kämpfe lebendig werden, unter denen Zimmermann arbeitete.

Zu den Referierenden

Dr. Ralph Paland studierte Orgel sowie Musikwissenschaft, Philosophie und Pädagogik in Köln. Neben Tätigkeiten im Hörfunkprogramm des WDR und als Kirchenmusiker lehrte Ralph Paland von 2004 bis 2010 am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln und unterrichtet seitdem das Fach Musik am Europagymnasium Kerpen. Er ist u. a. Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Bernd-Alois-Zimmermann-Gesellschaft (BAZG) in Erftstadt.

Bettina Zimmermann studierte Ethnologie, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften sowie Germanistik in Köln. Nach langjährigen Tätigkeiten in Bereichen des Freien & experimentellen Theaters (Konzept, Regie, Schauspiel) und als Querflötenlehrerin arbeitete sie nach dem Zusatzstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (DaF/DaZ) viele Jahre als Deutschlehrerin für Zugewanderte und Geflüchtete.  2018 veröffentlichte sie con tutta forza. Bernd Alois Zimmermann. Ein persönliches Portrait bei wolke Hofheim.

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